• Carl Philipp Emanuel Bach
1758

13. Um Ergebung in den göttlichen Willen

  • Voice · D4 – F5
  • Keyboard: Fortepiano / Harpsichord / Clavichord

German Text

  1. O Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe,
    gib, dass ich mich in deinen Rat ergebe.
    Lass ewig deinen Willen mein
    und was du tust, mir teuer sein!

  2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb und Stärke.
    Du, Herr, erbarmst dich aller deiner Werke.
    Was zag ich einen Augenblick?
    Du bist mein Gott und willst mein Glück.

  3. Von Ewigkeit hast du mein Los entschieden.
    Was du bestimmt, das dient zu meinem Frieden.
    Du wogst mein Glück, du wogst mein Leid,
    und was du schickst, ist Seligkeit.

  4. Gefällt es dir, so müsse keine Plage
    sich zu mir nahn; gib mir zufriedne Tage.
    Allein, verwehrt’s mein ewig Heil,
    so bleibe nur dein Trost mein Teil.

  5. Du gibst aus Huld uns dieser Erde Freuden,
    aus gleicher Huld verhängst du unsre Leiden.
    Ist nur mein Weh nicht meine Schuld,
    so zag ich nicht. Du gibst Geduld.

  6. Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verlieren,
    und willst du, Gott, mich raue Wege führen,
    so wirst du, denn du hörst mein Flehn,
    mir dennoch eine Hülf ersehn.

  7. Vielleicht muss ich nach wenig Tagen sterben.
    Herr, wie du willst! Soll ich den Himmel erben,
    und dieser ist im Glauben mein,
    wie kann der Tod mir schrecklich sein?

English Translation

  1. O Lord, my God, through whom I exist and live,
    grant that I yield myself to your purpose.
    Let your will be forever mine,
    and may your deeds be precious to me!

  2. You, you govern; you are wisdom, love, and power.
    You, Lord, are merciful to all your creatures.
    How can I despair for even an instant?
    You are my God and desire my good fortune.

  3. From the beginning of time you have determined my fate.
    What you decree is for my welfare.
    You weigh my happiness, you weigh my sorrow,
    and what you offer is bliss.

  4. If it pleases you, then let no troubles
    approach me; grant me days of contentment.
    However, if that would prevent my eternal salvation,
    then let your comfort alone be my portion.

  5. You grant, out of grace, the joys of this world to us;
    from that same grace our sorrows stem.
    If only my suffering is not my own fault,
    then I will not despair. You grant patience.

  6. Should I lose a pleasure that you have given me,
    and if you, God, lead me upon a rough path,
    so let it be; for you hear my prayers,
    and will let me find aid.

  7. Perhaps I might die in a few days.
    Lord, as you will! Should I inherit heaven,
    and this is my firm belief,
    how could death be frightening to me?

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